der tod ist ein meister aus deutschland
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   Wetterbericht
   Bomber Harris
   Gripsiltis
   Nichtidentisches
   Unwissenschaftlich
   Lizas Welt
   Spirit of Entebbe
   No Blood for Sauerkrauts
   Doreen

http://myblog.de/kollektivschuld

Gratis bloggen bei
myblog.de





oh du schöner schwarzwald

was es doch für schöne ausflugsziel im geliebten schwarzwald gibt, zeigen uns z.B. diese seiten:

Der gute alte Nazihof
Nazihof Kapelle erstrahlt in neuem Glanze

desweiteren gibt es in dieser gegend so schöne bushaltestellen wir diese:

Ei der daus, ein Nazihäusle

Das man da nicht mal über eine Namensänderung nachgedacht hat? naja, die schwarzwälder sind wohl doch ein bisschen stolz auf ihre vergangenheit...
4.11.06 10:05


antiimperialisten unter sich

nachfolgend die gesellschaftsanalyse eines großen antiimperialistischen vorbilds, nach dessen muster auch heute noch ein großteil der linken szene argumentiert. somit hat sie also nichts an brisanz verloren, weswegen sie hier nochmal zur schau gestellt wird:

"In eben dem Maße, in dem die Wirtschaft zur bestimmenden Herrin des Staates aufstieg, wurde das Geld der Gott, dem alles zu dienen und vor dem sich jeder zu beugen hatte. [...] Eine schwere wirtschaftliche Verfallserscheinung war das […] allmähliche Übergehen der gesamten Wirtschaft in das Eigentum von Aktiengesellschaften. Damit erst war die Arbeit so recht zum Spekulationsobjekt gewissenloser Schacherer herabgesunken; die Entfremdung des Besitzes gegenüber dem Arbeitnehmer aber wurde ins Unendliche gesteigert. Die Börse begann zu triumphieren und schickte sich an, langsam, aber sicher das Leben der Nation in ihre Obhut und Kontrolle zu nehmen. Die Internationalisierung der deutschen Wirtschaft war schon [...] über den Umweg der Aktie in die Wege geleitet worden. Freilich versuchte ein Teil der deutschen Industrie, sich noch mit Entschiedenheit vor diesem Schicksale zu bewahren. Sie fiel schließlich aber auch dem vereinigten Angriff des gierigen Finanzkapitals [...] zum Opfer.

[...]

Zerbrechen der nationalen Wirtschaft zur Aufrichtung der Herrschaft des internationalen Kapitals - ein Ziel, das dank der Dummheit und Gutgläubigkeit der einen Seite und der bodenlosen Feigheit der anderen ja auch erreicht ist.

[...]

Diese Entwicklung aber schien nicht nur anzuhalten, sondern sollte dereinst (nach allgemeiner Empfehlung) die ganze Welt zu einem einzigen großen Warenhaus ummodeln, in dessen Vorhallen dann die Büsten der geriebensten Schieber und harmlosesten Verwaltungsbeamten der Unsterblichkeit aufgespeichert würden."

----------------------------------------------------

wer hat diese wahren und glasklaren worte denn nun niedergeschrieben? welchem großen linken revolutionsführer gilt es ab jetzt zu huldigen? war es oskar lafontaine, hugo chavez, stalin oder gar fidel castro? nein, alles falsch. denn obgleich genau dieser wortlaut von einer jeder dieser personen hätte stammen können und auch heute gerne in so manchem linken pamphlet auftaucht, sind es originalzitate aus der schrift "hitler, a.: mein kampf".

6.11.06 16:00


de-globalisierung durch bewussten konsum?

zu der "globalisierungskritik" von solch unsäglichen gruppen wie attac wurde in der vergangenheit ja schon viel aufhellendes geschrieben, doch leider von den wenigsten verstanden, würde sie doch das liebgewordene weltbild zusammenbrechen lassen, wo alles ganz einfach in die schubladen "gut" und "böse" einzuordnen ist, wo "das volk" von "den bonzen" oder "den imperialisten" unterdrückt wird

Und da sich diese verkürzten und - alle schuld auf außenstehendes abstraktes projizierende - erklärungsansätze heutzutage besonders bei der aktionistischen front der studiengebührengegnerInnen ernormer beliebtheit erfreut, wurde diese am 01.11.2006 in marburg von einem besonders hübschen exemplar dieser aufgeklärten menschen besucht, um einen vortrag zum thema "von strippenziehern, christiansen und drehtüren. wie neoliberale eliten die öffentlichkeit und politische prozesse steuern" darzubieten. von bösen "strippenziehern" und organisationen, die im hintergrund die fäden ziehen hatte man ja in der vergangenheit, besonders zwischen '33 und '45, schon viel gehört. aber ob auch dieses mal das weltjudentum direkt für alle misere verantwortlich gemacht würde war zu bezweifeln. es kamen vielmehr andere antisemitische auswüchse zum tragen, welche eher unterbewusst greifen und daher nicht minder eine gefahr darstellen (z.B. schaffendes vs. raffendes Kapital, anti-amerikanismus, schimpfen auf "neoliberale eliten" und "transnationale konzerne", beschwörung eines kollektivs, etc.).

in diesem zusammenhang sehr erquicklich ist es auch, sich die homepage des referenten zur gemüte zu führen, wird dort doch leicht veständlich erklärt, was eigentlich globalisierung ist und wer daran schuld trägt:
da sind z.B. die "nur auf egoistisches eigeninteresse orientiert[en]" yankees, die "große schuld" haben oder die IWF und WTO, die nicht nur eine "große schuld" sondern sogar eine "große MITschuld" haben, da sie die neoliberale politik international durchsetzen. dies alles ist aber noch garnichts im vergleich zu den raffgierigen "transnationalen konzernen", deren maxime folgerndermaßen aussieht: "[...] wirtschaftliche Macht [mißbrauchen] um die Politik zu manipulieren [...]= sehr großes Schuld".

doch zum glück wird einem zum abschluss direkt noch eine praktikable handlungsanweisung mit auf den weg gegeben um "ungerechtigkeit und umweltzersörung" zu bekämpfen, nämlich "im bioladen einkaufen und [...] transfair schoko essen" oder "nach demos teilnehmen"

also dann liebe leute, ab jetzt nur noch bewusst einkaufen und schon haben wir dem raffenden neoliberalismus (bzw. finanzjudentum) ein schnippchen geschlagen.



11.11.06 19:38





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung